Ponte Sarone
Die Passerella Sarone im Tessin verbindet Funktionalität und nachhaltige Stahlbauweise. Durch die Sanierung der bestehenden Konstruktion und einen leistungsfähigen, langlebigen Korrosionsschutz wurde die Fuss- und Radwegbrücke technisch und optisch für die Zukunft gerüstet.
Fakten
Details zum Projekt
Die Passerella Sarone im Tessin verbindet Cagiallo und Lugaggia und bietet eine direkte Verbindung für Fussgänger und Radfahrer. Die rund 75 m lange und 3 m breite Stahlkonstruktion folgt einer Längsneigung von 2,2 %.
Die neue Fahrbahn wird von einer Stahlkonstruktion mit V-förmigen Stützen getragen. Die bestehende Unterkonstruktion bleibt erhalten, wurde umfassend saniert (inkl. Einhausung, Strahlreinigung bis zum Oberflächenvorbereitungsgrad Sa 2½). Sie erfüllt weiterhin ihre Funktion als Trägerkonstruktion für die darin verlaufenden Leitungen.
Für Neubau und Bestand wurde ein Korrosionsschutz der Kategorie C4 mit einer Schutzdauer von über 25 Jahren ausgeführt. Insgesamt erhielten rund 1’500 m² Stahloberfläche einen vierlagigen Beschichtungsaufbau.
Die neuen Bauteile erhielten drei jeweils 80 µm starke Schichten eines schnell trocknenden High-Solid-Epoxidharzes mit niedrigem VOC-Gehalt. Als vierte Schicht, eine Deckbeschichtung aus aliphatischem 2K-Polyurethan, die eine hohe Beständigkeit bietet und lange Überarbeitungsintervalle ermöglicht.
Im Bestand kam ein geeigneter Instandsetzungsaufbau mit einer Gesamttrockenschichtdicke von rund 320 µm zum Einsatz. Dieser besteht aus 2K-Epoxidharzgrundbeschichtungen bzw. eisen-glimmerhaltigen Zwischenbeschichtungen und einer Polyurethan-Deckbeschichtung.
Der Farbton RAL 7006 verbindet Neubau und Bestand visuell und unterstützt die zurückhaltende Einfügung in die Landschaft. Der moderne Korrosionsschutz gewährleistet eine hohe Beständigkeit und trägt damit zur langfristigen Erhaltung der Stahlkonstruktion bei.